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Was glaube ich? Was habe ich mir geschworen?

Jeder Mensch hat Glaubenssätze und Vorsätze. Es ist eine Sache, das zu wissen. Entscheidender für uns und unser Leben ist es, diese Gedanken auch zu kennen. Dieser Blog beschäftigt sich mit der Frage, wie ich mir meiner lebensprägenden Einstellungen und Gedanken bewusst werde.

Autor: Anne Stippel
Datum: 13. März 2024

Wenn ich meine Glaubenssätze bewusst verändern möchte, muss ich sie zunächst einmal kennen. Die meisten Menschen sind sich sicherlich nicht einmal bewusst darüber, dass sie Glaubenssätze haben. Irgendwie denkt man doch zunächst, das was ich glaube, ist das „Normale“. Aber das ist nicht so. Menschen haben aufgrund von Erfahrungen unterschiedliche Glaubenssätze. Wenn Menschen in der gleichen Situation unterschiedlich handeln, haben sie oft auch unterschiedliche Glaubenssätze, denn aus Gedanken entstehen Taten.

Ich erinnere mich z.B., dass ich früher vor jedem Kurztrip mit einer Freundin oder vor jeder Party unendlich viel Zeit darauf verwendet habe, über meine Kleidung nachzudenken. Fast immer habe ich mich, auch bei Zeitmangel, unter Druck gesetzt, mir vorher noch neue Kleidungsstücke zu kaufen. Die anderen Beteiligten kamen dann völlig entspannt in oft getragenen Outfits und fühlten sich dennoch anscheinend besser als ich. Irgendwann habe ich begriffen, dass ich mich grundsätzlich nicht schön genug fühle und auch glaube, dass ich nicht schön genug bin.

Ein anderes Beispiel: Wenn ich etwas erledigen muss, muss das (oft auch heute noch) sofort passieren. Ich habe Angst, dass ich es sonst nicht schaffe, weil ich nicht genügend Zeit habe. Das ist meistens absoluter Quatsch, denn der Tag hat dann noch zehn oder mehr Stunden. Wenn alle anderen dann sagen: „Das kann man doch später noch machen“, glaube ich ihnen nicht. Ich habe bemerkt, dass ich grundsätzlich glaube, keine Zeit mehr zu haben.

Es gibt natürlich auch Beispiele für positive Glaubenssätze. Ich bin eine sehr selbstbewusste Autofahrerin. Ich beobachte, dass viele Menschen, die ich kenne, sich mehr Gedanken über mögliche Gefahren beim Autofahren machen. Ich fahre einfach drauf los und in den über 35 Jahren, in denen ich Auto fahre, ist auch noch nie etwas passiert. Mir ist mit der Zeit klar geworden, dass ich glaube, dass ich sehr gut Auto fahre und dass Autofahren total sicher ist. Beides stimmt wahrscheinlich nicht zu 100 Prozent, aber ich glaube es eben… Das hilft mir sehr dabei, beim Fahren entspannt zu sein, aber vielleicht sollte ich doch etwas an dem Glauben, dass Autofahren absolut sicher ist, arbeiten, um nicht zu leichtsinnig zu sein….

Wenn ich also etwas ganz anders mache, als die meisten Menschen, steckt oft ein hinderlicher oder hilfreicher Glaubenssatz dahinter. Wichtig ist für uns, die hinderlichen Glaubenssätze aufzudecken, denn die wollen wir ja möglichst verändern.

Mit den Vorsätzen ist es ähnlich. Wenn mir im Leben nichts gelingt und ich scheinbar immer nur Pech habe, kann der Glaubenssatz „Ich darf nicht glücklich sein“ dahinter stecken. Es kann aber auch sein, dass ich mir zu irgendeinem Zeitpunkt geschworen habe: „Ich werde mir jedes Glück direkt wieder zerstören“. Im Leben aller Menschen gibt es Höhen und Tiefen. Das ist normal. Wenn aber bei einem Menschen alles schief geht, deutet alles darauf hin, dass ein unguter Glaubenssatz oder eben ein Vorsatz bzw. Schwur dahinter steckt.

Im Hinblick auf menschliche Beziehungen haben viele Menschen irgendwann den Vorsatz getroffen, dass sie nie wieder Liebeskummer erleben möchten. Sie lassen sich daher auf keine Partnerschaft mehr ein, leider aber unter dem Alleinsein. Wenn ich beobachte, dass ich ohne ersichtlichen Grund über einen langen Zeitraum alleine bin, sollte ich in Erwägung ziehen, dass ich ungünstige Vorsätze habe.

Eine andere gute und eindeutige Methode, die eigenen Glaubenssätze und Vorsätze aufzudecken, ist die Psychokinesiologie. Ein Therapeut stellt dabei Ja/Nein- Fragen an dich und kann mittels eines Muskeltests herausfinden, wie die Antwort ausfällt. Ein Beispiel: Der Therapeut/ die Therapeutin fragt „Darfst du glücklich sein?“. Ohne dass du antworten musst, gibt der Muskeltest die Antwort. Lautet die Antwort „Nein (ich darf nicht glücklich sein)“, hast du schon einen wichtigen Glaubenssatz aufgedeckt.
Mir hat dieses Verfahren sehr geholfen. Es sind dabei Dinge zum Vorschein gekommen, die mir absolut nicht bewusst waren, die sich aber im Nachhinein als vollkommen richtig erwiesen haben. Therapeuten und Therapeutinnen, die die Psychokinesiologie anwenden, findet man im Internet.

Im nächsten Blog möchte ich darüber berichten, wie mir die Veränderung von Glaubenssätzen, die mein Leben sehr geprägt haben, gelungen ist.

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